Praktische Informationen

Das Wichtigste in Kürze

WER? … WAS? … WIE?…

Möchten Sie sich auf dieses grosse Abenteuer einlassen, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Sie haben bereits eine Route absolviert und möchten weiter informationen? Oder sind Sie einfach nur neugierig auf die Geschichte der Compostela-Routen?

Sie sind also an der richtigen Stelle. Hier finden Sie alle Informationen zur Entstehung der Wege, der Vorbereitung, den Routen, den Unterkünften.

WAS IST DER JAKOBSWEG?

Seit mehr als einem Jahrtausend machen sich tausende von Pilgern auf den Weg zur Stelle, wo das Grab von Jakobus dem Älteren (Apostel von Jesu Christi und Bruder von Johannes) vermutet wird, welches zum berühmten Heiligtum von Compostela in Galizien geworden ist.

Der heilige Jakobus hatte versucht, während seines Apostolats Spanien zu bekehren. Die Legende erzählt, dass sein Leichnam nach seiner Enthauptung auf Befehl von Herodes von zwei Aposteln auf einem Boot zum Hafen von Iria Flavia, heute Padrón, transportiert wurde. Er sei auf einem Feld begraben worden. 750 Jahre später sei der Eremit Pelagio (San Payo) einem Stern gefolgt, welcher ihn zur Grabstätte geführt habe.

Deshalb die möglichen Etymologien von Compostela: «campus stellae» = Sternenfeld, oder einfacher "compostum" + Diminutiv = Friedhof, Grabstätte.
In der Folge sind die im Sarkophag entdeckten Überreste der drei Menschen vom zuständigen Bischof Theodomir identifiziert worden. Er hat auf der Grabstätte eine Kapelle errichten lassen.

Die Nachricht verbreitete sich schnell, und die Pilger reisten aus allen Richtungen an. Darunter war Alphonse II, König von Asturien, um 820. Godescalc, Bischof von Puy-en-Velay, pilgerte im Jahr 950 mit 200 Begleitern dahin. Im XII Jahrhundert servierte das Kloster von Roncevaux den Pilgern 30‘000 Mahlzeiten jährlich. Empfangen wurde sie ab diesem Zeitpunkt in der immensen Kathedrale von Santiago. Im Laufe der Jahrhunderte wird der heilige Jakobus zum Beschützer von Spanien und vor allem als «Matamaros» zum Verteidiger der Christen gegen die arabische Invasion und zum Helden der Reconquista.

Die politischen Spannungen zwischen Spanien und Frankreich ab dem XVI Jahrhundert und die Ideen nach Reformen führen zu einer Verzögerung der Pilgerreisen. Im XIX Jahrhundert geraten sie fast komplett in Vergessenheit, bevor sie gegen Ende des XX Jahrhunderts eine neue und rasende Entwicklung erfahren (Rückkehr zur Natur, meditative Pause in der gestressten Welt …). Das führt dazu, dass der Europarat am 23. Oktober 1987 den Weg von Compostela zum «ersten kulturellen Wanderweg Europas», erklärt.

WER KANN SICH AUF DEN WEG MACHEN?

Der Jakobsweg ist für alle, von 10 bis 80 Jahren, in mittlerer bis guter physischer Form möglich.

Aus ideologischer Sicht, obwohl die Pilgerreise nach Compostela ursprünglich einen religiösen Charakter hatte, vereint sie heute Gläubige aller Religionen und Nichtgläubige, im gegenseitigen Respekt der Überzeugungen eines jeden.

Der Ansatz für ein gutes Gelingen des Pilgerwegs ist eine jedoch eine gute Vorbereitung.

WIE BEREITE ICH MICH VOR?

Gute Wahl der Schuhe, des Rucksacks und dessen Inhalts, das Durchführen von stets längeren Wanderungen gehören zu den Grundlagen einer guten Vorbereitung, um den Jakobsweg unter idealen Konditionen zu begehen. Weitere Informationen auf der Seite Vorbereitung

WELCHER AUSGANGSPUNKT?

Früher war der Ausgangspunkt für die Wanderer die Pfarrei, im Anschluss an eine Messe. Heute kann jeder seinen Weg frei wählen.

Unsere Vereinigung empfiehlt dem Pilger jedoch, von seinem Domizil aus zu starten, vor allem bei einer ersten Pilgerreise, aber auch wenn sich die Reise über mehrere Jahre hinzieht. Dieser Weg in Richtung Westen, dort, wo die Sonne untergeht, die Reise „dessen der hier ist“ zu dem „was er am Ende des Weges sein wird“ macht für den Pilger mehr Sinn als ein wahlloser Weg.

WELCHE DOKUMENTE BENÖTIGE ICH?

Persönliche Unterlagen

Du musst deine persönlichen Dokumente mitnehmen: Identitätskarte, Versicherungsausweis (möglicherweise Rückführungsversicherung), Kreditkarte je nach Dauer der Reise.

Aber vor allem benötigst du den Pilgerpass, dieser ist unerlässlich für den Pilger. Mit Stempel und Unterschrift der ausstellenden Vereinigung bestätigt dieser, dass du als Pilger unterwegs bist. Er verleiht dir Zugang zu den Herbergen und Ankunftsorten. Versehen mit Datum und Unterschrift jeder Etappe ist er der Beweis des zurückgelegten Wegs bei deiner Ankunft in Compostela.

Weitere Informationen über die Funktion und Anwendung des Pilgerpasses sind verfügbar hier

Karten, Führer oder Applikationen für Smartphones sind nützlich vor und während dem Weg. Siehe Seite Wege

AUF DEM WEG ... UND NACHHER?

Regelmässige Flüssigkeitszufuhr beim Wandern, Halten eines Bordbuches, Zusammensein mit andern Pilgern, Verhalten in den Unterkünften. Unsere Bemerkungen und Empfehlungen dazu auf der Seite "Auf dem Weg"

Bei deiner Ankunft in Compostela (und noch weiter, Fisterra) wird dir bewusst, dass der Weg nicht beendet ist, sondern erst beginnt! Den Wanderstab erneut in die Hand nehmen, die Gastfreundschaft pflegen, an Gemeinschaftswanderungen teilnehmen, eigene Erfahrungen mit zukünftigen Pilgern an den Stammtreffen teilen, an den monatlichen Treffen deiner Vereinigung mitmachen: Die Möglichkeiten, deinen Weg fortzusetzen, sind zahlreich.

Die Agenda und die Liste der Aktivitäten findest du hier

Die Schweizer Vereinigung der Jakobswege wünscht dir einen schönen Weg!

Ultreïa !


Zum Weiterlesen bezüglich Vorbereitung klicke auf den Button Sich vorbereiten

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Webmaster: Synergy SNC

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